Auf einer postkarte, die im klo hängt steht: "alle menschen verlieren sachen". Auf dem klo sitzend dachte ich, dass es dabei wohl nicht um etwas nahe liegendes geht. Das wäre nur scheiße.
Geht es also darum, dass wir eben nicht alle materiellen güter mit uns herumschleppen können? Für diese ansicht gibt es ein krankheitsbild und eine lebenseinstellung: messie und askese.
Oder geht es darum zu lernen, wie das verlieren geht? Seit einiger zeit verstehe ich auch, dass verlieren sehr wohl sehr befriedigend sein kann.
Bleibt noch die einsicht, dass man gedanken, erinnerungen, ziele, wünsche verliert. Dieser vorgang ist der fortwärende vorbote des todes, des absoluten vergessens und verlierens. Die ironie dabei ist, dass ein leben möglich und glücklich ist, sobald man diese tatsache aus den augen und dem kopf verliert, was auch allen menschen mal passiert.
Mittwoch, 5. August 2009
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