Dienstag, 3. November 2009

Inventur:

Dinge die da übrig sind:
Einige Bücher, einige alte Zeitungen. Möbel, also ein Bett, eine Couch, Regale. Der Teppich und die Küche waren schon vorher da. Auch ich war schon vorher da. Ein Ring mit Gravur, innen. Eine Pflanze, ich habe sie gerade gegossen. Brot, kaufe ich immer nach. Schuhe im Schrank, ein Paar fehlt. Ein Zimmer über dem ein seltsames Tabu hängt. Das Geräusch des Ventilators im Bad. Einige Bilder auf meiner Festplatte, die ich löschen möchte zur Strafe. Etwas Luft, es reicht zum überleben.

Was möchte ich bestrafen? Alle Erwartungen, die nicht eintrafen. Sie waren wohl überflüssig. Und überflüssiges läuft über und vergeht bis nur noch der Kern übrig bleibt ausgekocht aus allem was da zusammen war. Was also mit dem Kern? Spalten um zu sehen was der Kern des Kerns ist bis nichts mehr übrig ist außer Theorie? Wegwerfen weil er ohne was darum nun auch zu viel ist. Einpflanzen um überrascht festzustellen das man keine Ahnung hat, was dabei rauskommen wird. Oder den profansten Trick aller Zeit vollführen und behaupten, dass es gar keinen Kern gibt, womit dann bewiesen wäre, dass es ihn wirklich nicht gibt.

Ich glaube, noch tue ich nichts, außer der Inventur über alles was übrig ist.

Sonntag, 1. November 2009

Horchen

Gehorcht nicht mehr
er mein Körper
meine letzte Verbindung
zur Welt
Spinnen kontrollieren alle
meine Gänge
meiner Gedanken
ich wurde vergangen
Wenn sie reißen würden
die Weben
die verbinden unverbindlich
halten nur mein zittern
erinnert mich daran
das ich nicht
nur mehr
nichts
fühle